Das kommt aus: «Alte Kameraden der SS mit Smoking und Sonnenbrillen… und anderen Fotos des ehemaligen Deutschland»
In „ich suche im Müll was Besseres” hatten wir die Arbeit von pitze Eckart in West Menschen/Ost Menschen, eine Kollektion von Alltagsbildern des getrennten Deutschland gezeigt. Von ihm waren die «Westfotos» in diesem Band. Und nun, nach ein Paar E-Mails und Anrufen haben wir es geschafft, dass Dieter Demme (geboren 1938, in Ebeleben) ebenfalls einige ausgewählte Fotos in diesem Blog vorstellt. Ohne Weiteres, der Künstler redet.

Die Fotos im vorliegenden Buch habe ich ausschließlich ohne Auftrag gemacht. Während meiner Zeit bei der Agentur ADN-Zentralbild und auch später als freiberuflicher Fotograf, war ich sehr viel in der ehemaligen DDR und in den angrenzenden Ländern unterwegs. Die Fotos sind natürlich meine ganz persönliche Sicht auf diese Zeit, und wenn sie ein wenig dazu beitragen das Verständnis für einander zu fördern, dann waren die Mühen nicht umsonst.
Selbst in einer Kleinstadt aufgewachsen, interessierte ich mich schon von Beginn meiner fotografischen Tätigkeit für das tägliche Leben, die Bräuche und Riten der Menschen meiner Umgebung. Als ich die Aufnahmen machte, konnte ich die politische Entwicklung nicht ahnen, und dass sie zu Dokumenten werden über das Leben in einem Land, das es nicht mehr gibt.
Ich habe bei meiner Arbeit nie etwas verändert, organisiert oder sonstwie eingegriffen. Zählen wir die Belichtungszeiten der 60 Aufnahmen zusammen, die in dem Buch gezeigt werden, so sind es vielleicht 4 oder 5 Sekunden aus 40 Jahren DDR.
In einem Porträtstudio in der thüringischen Kreisstadt Sondershausen habe ich den Beruf des Fotografen erlernt. In dieser Zeit las ich die Bücher von Egon Erwin Kisch, und der Traum als Reporter durch die Welt zu reisen war geboren.
Da ich hier keine Möglichkeit sah meinen Traum als Bildreporter zu leben, bewarb ich mich beim Verlag Sport und Technik in Berlin. Motorsport war meine Leidenschaft und hier gab es eine Motorsportzeitschrift. Ich bewarb mich mit Fotos aus dieser Disziplin, und bekam den Job. In diesem Verlag gab es aber noch neun andere Redaktionen.
1960 begann ich mit der neuen Arbeit und machte meine ersten Luftaufnahmen für die Zeitschrift «Aerosport», für die Zeitschrift «Seesport» segelten wir tüber die Ostsee nach Polen. Ich hatte meinen Traumberuf. Der Chefredakteur dieser Zeitschriften war Carl Dickel, ein ehemaliges Mitglied der Internationalen Brigade 1937 in Spanien.
1961 wurde dann diese unsäglich Mauer gebaut, und ich wollte weg aus dieser Stadt. Zur «Worldpress» 1963 und 1964 war ich der erste DDR-Fotograf, der dort mit ausgestellt wurde und ich bekam ein Angebot von der Bildagentur ADN-Zentralbild. Ab 1967 gehörte ich dort zur Sportredaktion und ich konnte nach Erfurt umziehen. Meine Aufgabe war vorwiegend von den Erfolgen der DDR-Sportler international zu berichten und die DDR-Presse mit Nachrichtenfotos zu versorgen. Meine Reisen führten mich zu Europa- und Weltmeisterschaften und in die skandinavischen Länder, nach Italien, Frankreich und England. Unter Anderen führte mich 1969 eine dreimonatig Reportagereise auf die Insel Kuba. Es eine umfangreiche Ausstellung und ein Dokumentarfilm zum Thema «Kuba – 10 Jahre nach der Revolution» entstanden.
Este artículo de nuestro archivo está completo para lectores registrados. Registrarse es gratis y solo lleva un minuto.






Pingback: Cinco segundos de vida en cuarenta años de República Democrática Alemana